Grünpolitiker Malte Spitz, das gläserne Beispiel der Vorratsdatenspeicherung

Sechs Monate seiner Vorratsdaten hat der deutsche Grünenpolitiker Malte Spitz von der deutschen Telekom eingeklagt und ZEIT ONLINE zur Verfügung gestellt. Auf Basis dieser Daten kann man alle seine Bewegungen in diesem halben Jahr vom 31. 8. 2009 bis zum 27. 2. 2010 nachvollziehen.

Die Geodaten wurden zusätzlich mit frei im Netz verfügbaren Informationen aus dem Leben des Abgeordneten (Twitter, Blogeinträgen und Webseiten) verknüpft.

Sein Leben wie im Spiel ablaufen lassen

Mit der Play-Taste startet die Reise durch Malte Spitz’ Leben. Über den Geschwindigkeitsregler kann man das Tempo anpassen oder an beliebigen Punkten mit der Pause-Taste anhalten. Zusätzlich zeigt der darunter stehende Kalender, wann er noch an diesem Ort war – gleichzeitig kann darüber jeder beliebige Zeitpunkt angesteuert werden. Jede der vertikalen Spalten entspricht einem Tag.

Eintragung vom 12. 9. 2009

Schauen wir uns konkret den 12. September 2009 an: Den gesamten Tag ist Spitz wegen der Demonstration gegen staatliche Überwachung „Freiheit statt Angst“ in Berlin unterwegs (Quellen: Twitter und seine Ruf- und Bewegungsdaten vom Mobiltelefon). Hoffentlich hat er da auf der Demo nichts angestellt …

„Schöne neue Datenwelt“ …

Vorratsdatenspeicherung Malte Spitz am 12. 9. 2009

Vorratsdatenspeicherung Malte Spitz

Spielen Sie selbst mit den Daten der Vorratsdatenspeicherung am Beispiel Malte Spitz in der ZEIT ONLINE unter http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten!

 

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