Materialiensammlung: 28 Days Later

​Im Schwerpunkt „Filmanalyse“ im Kurs „Medienbildung“ des Medienzentrums Wien, www.medienzentrum.at, behandeln wir den Film “28 Days Later” (28 Tage später) von Danny Boyle aus dem Jahr 2002.

Fragestellung der Gruppe „Web-Recherche“

Skizzieren Sie, auf welche Weise der Film im Internet zirkuliert. Berücksichtigen Sie, aus welchen Quellen Sie Ihre Informationen beziehen:

  • Welche Argumente, Trends, Interpretationen und Diskussionen dominieren
  • Wie wird der Film vermarktet, mit welchen Bildern, Zeichen, Schlagwörtern und Argumenten wird operiert
  • Intermedialität und Intertextualität: Beschreiben Sie die Bezüge des Films zu anderen Filmen, die Ihnen dazu einfallen bzw. zu anderen Medien (Games, Literatur, Comics, News, …). Wie werden Ähnlichkeiten/Unterschiede zu verwandten Stoffen kontextualisiert?

Handlung

28 Days Later

28 Days Later

Zombies gelten gemeinhin bloß als schlurfende Kadaver auf Menschenfleischdiät. Doch in vielen Klassikern des Genres wie denen des Splatter-Gurus und Zombie-Urvaters George A. Romero waren die Untoten auch Spiegelbild einer Gesellschaft im Verwesungsprozess. Etwa in „Zombie“ (1978), wo die Monster ein Einkaufszentrum belagern – selten wurde Konsumkritik mit so viel Herzblut betrieben.

Mit “28 Days Later” führen “Trainspotting”-Regisseur Danny Boyle und Erfolgsautor Alex Garland („Der Strand“) nun diese Tradition fort. Und zeigen in drastisch überspitzten Bildern den Kursverfall der Ich-AGs.

Radikale Tierschützer befreien hyperaggressive Versuchsaffen aus einem Labor. 28 Tage danach erwacht Komapatient Jim (Cillian Murphy) aus der leichenähnlichen Starre. England scheint wie ausgestorben, doch weit gefehlt: Das durch die Affen freigesetzte Aggressionsvirus hat aus den Briten zombieartige Amokläufer gemacht, die allen Nichtinfizierten im Sprint nachsetzen und sie im Blutrausch töten oder kontaminieren.

Auf seiner Flucht trifft Jim drei weitere Überlebende. Als sie einen Funkspruch einiger Militärs abfangen, die in der Provinz eine letzte Bastion errichtet haben, machen sie sich auf den Weg. Doch der wahre Horror steht ihnen erst bevor.

Trotz der stellenweise gekünstelt wirkenden Videoästhetik gelingt es Boyle meisterlich, die beklemmende Atmosphäre der Zombie-Klassiker zu exhumieren. Etwa bei Jims Odyssee durch das menschenleere London, wenn die Totenstille langsam zum unerträglichen Störgeräusch anschwillt. Apokalyptischer Schrecken bricht in den vertrauten Alltag ein – und raubt Hauptdarsteller und Zuschauer die allerletzte Sicherheit.

Natürlich spart “28 Days Later” auch nicht an Seitenhieben auf die Gesellschaft. So sind Schokoriegel, Softdrinks und bestrahltes Obst die einzige, weil unverderbliche Nahrung. Und die Soldaten haben in ihr Mini-Empire im verminten Landhaus nicht nur das nackte Leben hinübergerettet, sondern auch den Fünf-Uhr-Tee – und das Standrecht.

Fazit: Rasante Zombie-Hommage – gesellschaftskritischer Splatterfilm für Soziologiestudenten
(Aus: http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/28-days-later,1308540,ApplicationMovie.html)

Offizielle Trailer zu 28 Days Later

Der offizielle Filmtrailer auf Deutsch: http://youtu.be/Uk-klRi8Jpk

Der offizielle Filmtrailer in Englisch: http://youtu.be/3opJhdnhnZc

Eckdaten/Hintergrundinfos von „28 Tage später“/“28 Days Later”

  • Regisseur:
    Danny Boyle (*1956 in Manchester/GB in einer irisch-katholischen Familie)

Werkauswahl:

  • Drehbuchautor:
    Alex Garland (*1970 in London): schrieb auch für Sunshine und The Beach die Drehbücher
  • Premierendatum: 1. November 2002 (GB), 6. Juni 2003 (Österreich)
  • Genre: Horror | Sci-Fi | Thriller |
  • Zombie Film
  • Altersfreigabe in Österreich: ab 14
  • Offizielle Website von Fox Searchlight (mit broken links nach iTunes zum Trailer und einer 6minütigen Vorschau):
    http://www.foxsearchlight.com/28dayslater/
  • IMDB (International Movie Database) Eintrag (Deutsch): http://www.imdb.de/title/tt0289043/
  • IMDB (International Movie Database) Eintrag (English): http://www.imdb.com/title/tt0289043/
  • Der Film wurde größtenteils auf MiniDV gedreht – mit Ausnahme der Schlußsequenz, die klassisch auf 35mm Material erzeugt wurde und die auch sehr ästhetisch wirkt.
  • Schnittberichte.com von der gekürzten Free TV Ausstrahlung auf VOX (FSK 16) im Vergleich mit der ungekürzten DVD von 20th Century Fox (FSK 18):
    http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=4349
  • Es gibt – ähnlich wie in Blade Runner oder Fatal Attraction – ein alternatives Ende, das am Internet auch stark diskutiert wurde: http://news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment/3153077.stm
  • Nachfolgefilm: 28 Weeks Later/28 Wochen später.Die DVD’s beider Filme werden heute im Bundle verkauft …

Merchandising zu “28 Days Later”

DVD’s

DVD Cover: 28 Days Later, 28 Weeks Later

DVD Cover: 28 Days Later, 28 Weeks Later

Die DVD’s für “28 Days Later“ und “28 Weeks later” erhalten 4,5 Sterne und 15 Kundenrezensionen auf amazon.at

Die Blu-ray Discs für “28 Days Later“ und “28 Weeks later” erhalten nur 2,5 Sterne und 13 Kundenrezensionen auf amazon.at

 

 

 

Spiele

  • 28 Days 3D-Comic/Spiel: Used: Undead mod, Fraps, Vegas Pro 9.

Plakate, Poster

Comics

28 Days Later: Comic Cover

28 Days Later: Comic Cover

Das Buch von Steve Niles erhält 4 Sterne und 3 Kundenrezensionen auf amazon.at:

Nach dem Film wurde 2007 als Hardcover eine Comics-Reihe als Verbindung zwischen 1. und 2. Teil in 4 Episoden von drei Zeichnern veröffentlicht.
Dazu ein Kommentar aus einem Forum:

  • Die beste Optik trifft (nach meiner Meinung) der Zeichner Dennis Callero mit den Episoden Phase 1 und Phase 4. Darüber hinaus hat er noch durchgängig die Kolorierung der einzelnen Episoden übernommen.
Callero pflegt den Stil des nachgezeichneten Filmbildes, um den Zeichenstil und optischen Eindruck so zu umschreiben.
    28 Days Later Comic Page

    28 Days Later Comic Page

    Natürlich gibt es dazu keinen Film, aber Callero erweckt den sehr guten Eindruck, als habe er eine Film-Adaption zu Papier gebracht. Die Bilder sind sehr exakt geworden. Dank der eigenen Kolorierung hat er alles perfekt aufeinander abgestimmt.Im Anhang findet sich das Script zur Phase 3 (der Episode mit Hugh in der Hauptrolle). Der Aufbau des Scripts, das sehr stark an ein Drehbuch erinnert und so die Parallelen der beiden Medien untermauert, mag sogar Nachwuchszeichnern als Muster für eigene Umsetzungen dienen.Film und Comic besitzen eine gemeinsame Grundstimmung. Der Comic steht der Filmvorlage in Sachen Spannung und Erzählung in nichts nach. Fans des Films und des Genres werden angenehm überrascht sein und können bedenkenlos zugreifen. Ansonsten gilt für den Film wie auch für den Comic: Nichts für schwache Nerven.

Weitere Kommentare zu den Comic-Buch

  • 28 Days Comic Page

    28 Days Comic Page

    8 DAYS LATER: DIE ZEIT DANACH hat den großen Vorteil, dass er nicht einfach einen der beiden Film nacherzählt, sondern eine gute Ergänzung darstellt. Die Story ist aber leider nur bedingt innovativ: Virus, Panik, Lager, Widerstand. Letztlich gibt es harte und blutige Zombie-/Endzeit-Action, wenn auch stellenweise mit Emotionen und Tiefgang. Atmosphärisch gut gelungen sind die Szenen mit den Wissenschaftlern im Labor und den “Jagdszenen” später in London, in denen ein Einzelgänger die “Zombies” killt. Auch die Lagerszenen haben etwas, aber etwas noch nie Dagewesenes ist das nicht.Das Artwork teilen sich drei Zeichner, was zu großen Unterschieden im Stil und in der Qualität führt. Das hat zwar auch seinen Reiz, aber dadurch wirkt der Band uneinheitlich. Phase Eins und Vier hat Dennis Calero übernommen, der sehr passende düstere und gelungene Illustrationen abliefert. Diego Olmos und Ken Branch hingegen lassen Phase Zwei etwas stark nach buntem Super-Helden-Comic aussehen. Phase Drei von Nat Jones hat gute Ansätze, aber auch Mängel, was durch sehr viel Blut verborgen werden soll.Inhaltlich erfindet der Band das Zombie-Genre nicht neu, zeichnerisch ist er zu heterogen und nicht immer gelungen. Erstaunlich ist auch, dass die Seitenangaben für die Kapitel ziemlich durcheinander geraten sind. Der Titel ist etwas verwirrend, da die Hälfte der Handlung ja vor 28 DAYS LATER spielt. Wer seinen Spaß am Film oder am Genre hat, mag zugreifen, ein Pflichtkauf im Horror-Comic-Bereich ist 28 DAYS LATER – DIE ZEIT DANACH aber sicherlich nicht. Als Bonus gibt es das Originalskript von Steve Niles zu Phase Drei und einen fotografischen Vergleich der Londoner Schauplätze des Films mit privaten Aufnahmen vor Ort.

  • Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later: Die Zeit danach (Gebundene Ausgabe)Wer von 28 Days later fasziniert war und nun auf der Suche nach etwas mehr Informationen ist, vielleicht auch etwas Merchandising, ist hier genau richtig. 28 Days und 28 Weeks later sind ja an sich sehr unterschiedliche Filme, das eine fast schon eine kultige Low Budget-Produktion von Trainspotting-Regisseur Danny Boyle, das andere mit Boyle nur noch als Produzenten ein fast schon typischer Hollywood-Film, mit viel Blut, Schüssen und Explosionen. Dennoch bilden beide Filme als Gesamtwerk, mit dem 2009 geplanten 28 Months later ein faszinierendes Gesamtwerk.Für Fans des Films ein absolutes Muss, auch wenn neben den Comics, die als 28 Days The Aftermath auf Englisch etwas billiger zu bekommen sind. Die Comics von Phase 1 und 3 sind in animierter Form auch auf der DVD von 28 Weeks later als Features enthalten, wovon das Phase 3-Originalskript von Steve Niles im vorliegenden Band enthalten ist. Dazu kommt eine wenige Seiten umfassende Doku “Years later”, die Fotos aus dem Film den realen Drehorten gegenüberstellt. Eine nette Fleißaufgabe, die allerdings wenig bringt, weil die Filmfotos wenig mehr als Daumennagelgröße haben und selbst die Bilder der Originaldrehorte nur unbedeutend größer sind.Fazit: Wie schon mit dem Comic zur Fox-Erfolgsserie 24, hat Cross Cult mit dem Comic zum Fox Atomic-Film 28 Days later: Die Zeit danach erneut ein interessantes Werk auch für deutsche Leser verfügbar gemacht, das mit dem festen Einband, trotz geringer Größe leicht zu transportieren bleibt und nicht so leicht zu beschädigen ist. Für Fans des Films sicher ein Muss.

Weitere Rezensionen zum Comic

  • http://www.cross-cult.de/horror-mystery-titeldetails/items/1099.html
  • http://buch.germanblogs.de/archive/2011/04/13/28-days-later-die-zeit-danach-von-steve-niles.htm
  • http://zeitzeugin.blogspot.com/2010/04/comic28-days-later.html

Podcasts

GameZombie.tv veröffentlicht Podcasts unter dem Titel “28 Minutes Later”, die man gratis z. B. via iTunes abonnieren kann, und in denen Spiele besprochen werden.

Podcast Game Zombie TV 28 Minutes Later

Podcast Game Zombie TV 28 Minutes Later

Fonts/Schriften

Natürlich existiert ein eigener “28 Days Later” Font. Unter
http://www.searchfreefonts.com/free/28-days-later.htm kann man online Bilder aus diesem Font generieren. Der auf mehreren Websites angebotene TrueType-Font ließ sich am Apple Mac aber nicht installieren und ist unvollständig – z. B. fehlen alle Umlaute, Satz- und Sonderzeichen.
Siehe auch: http://www.myfont.de/fonts/infos/1817-28-Days-Later.html

Font 28 Days Later

Font 28 Days Later

Die bessere Font-Alternative ist bei Zombie-Filmen übrigens „Cracked“, ein Font, der am Apple bereits mitgeliefert wird.

Font von Apple Cracked

Font von Apple Cracked

Community

Community und Fan-Filme zu 28 Days Later

Kommentar von Patrick Mattarelli

  • Dieser Film birgt für mich zwei äusserst interessante Aspekte. Erstens wurde er auf MiniDV gedreht, was dem Film nur gut tut, und zweitens beweist er, dass sich Zombies tatsächlich mit einer klassischen Erzählstruktur verbinden lassen, ohne dabei die Zuschauer für blöd zu verkaufen. Die Videokamera sorgt dabei für den nötigen Groove, was wohl daran liegt, dass sich unsere Generation die Splattermovies grösstenteils auf ausgeleierten VHS-Bändern ‘reingezogen hat. Im Gegensatz zu diesen braucht sich aber der Zuschauer nicht einen abzubrechen, um hinter den Blutspritzern und abgeschlagenen Körperteilen eine solide Story zu entdecken.</blockquote>

Kommentare zum offiziellen Trailer auf Youtube (siehe oben)

  • Ich finde schon große leere plätze OHNE zombies unheimlich. Eine Großstadt wie London ohne Menschen, und ich ganz alleine mitten drin? Alptraum! Wisst ihr, was ich an manchen Zombie Filmen so richtig unlogisch finde -.- ihre Entstehung. wieso in aller welt mach ich ein Virus das mich mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% auch anfällt 🙁 aber das dümmste ist, es gibt nie ein Gegenmittel ;DEin künstlich erzeugtes Virus namens RAGE (Wut oder auch Tobsucht), durch welches Infizierte nur noch töten wollen (und gelegentlich andere Menschen infizieren) und unfähig zu intelligenten Handlungen werden. Beispiel: Der Priester in der Kirche am Anfang brauchte eine ganze Weile, bis er überhaupt die Tür aufbekam. Jedenfalls sind die Infizierten nicht im Stande sich zu ernähren (sie fressen die Leichen ja nicht) und verhungern deswegen nach knapp 2 Monaten (im ersten Teil).das is aber unlogisch, wenn die infizierten menschen die anderen menschen, mit allen mitteln töten müssen und sie dann wieder aufstehen wären es doch logischer weise zombies weil sie ja eigenlich tot sindich dachte das die infizierten die anderen nur beisen oder irgentwie verletzen aber nicht töten. Wenn die Infizierten die anderen töten würde anstatt nur zu verletzen würden es doch nicht mehr infizierte werden sondern nur mehr tote
  • Naaa da hast du was in dem Film 28 Days later falsch verstanden ;D Sie sind keine Zombies,nur Menschen die Menschen töten und nicht fressen . Die sind ja mit dieser WUT infiziert und jetzt , wenn sie einen anderen Menschen sehen , MÜSSENsie ihn unbedingt töten mit allen Mitteln ;D Aber hast recht beide Städte sind so ziemlich am Arsch xDD
  • Bei I Am Legend heißen sie Nightseekers, wenn ich mich nicht irre- und Zombies sind es in beiden Filmen nicht. Zombies sind es, wenn sie tot und durch irgendwas (Virus, Voodoo, etc) wiederbelebt wurden sind, in beiden Filmen sind es lediglich kranke Menschen. SIeht man ja am Ende von I Am Legend bei der Infizierten im Labor unten.
  • Schwachsinn, bei 28 Days Later sind die Infizierten keine Zombies, sondern eben mit einem Virus infizierte Tobsüchtige, die nur zerstören und töten bzw andere infizieren wollen. Es wird im Film selbst erwähnt, dass das Virus lediglich die natürliche Wut der Menschen steigert. Deswegen lassen sie sich ja auch wie normale Menschen töten, erschießen, verbrennen etc. und nicht diese “Kopfabhacken”-Zombieklischees¬.
  • Eine Sache muss an alle klargetellt werden,28 DAYS LATER IST KEIN ZOMBIEFILM!!!!!! Man ist erst ein Zombie wenn man gestorben ist,bei 28 days later ist das nicht der Fall da die menschen nur durch ein Virus in sekundenschnelle infiziert werden,durch ein sogenantes Wutvirus(sie sterben aber nicht…Filme wie-dawn of the dead,land of the dead usw,das sind Zombiefilme, da die menschen da alle abkratzen und dann wieder aufertehn.
  • Ich find, Infizierte hört sich doch viel besser an als Zombies 😀 Mit Zombies verbinde ich halt die Toten die wiederauferstehen während die Infizierten mobiler sind und laufen und halt noch leben wie vorher, nur halt nicht satt werden wollen 😉 btw nice trailer, nice film</blockquote>

Auschnitte aus diversen Online-Foren

  • Spannender Film, der einer kleinen Revolution in dem Zombie Genre gleichkommt.Spannende Szenen mit gutem Soundtrack, machen diesen Film aus, auch die Bilder des leeren Londons wirken beindruckend. Einzig und allein ein paar Szenen wirken etwas Gestreckt (Auf dem Land) oder der Hauptcharakter übermenschlich (am Ende).Trotzdem sehenswert!
  • England unter Quarantäne. Erstmals muss ich schreiben, wer sich einen Horror-, oder Splatter Film erwartet liegt falsch. Dieser Film ist ein Roadmovie Horror Drama über 4 Leute, mitten in einer Horrorgeschichte. Natürlich kommt Blut vor und das Finale ist richtig brutal. Trotzdem kein purer Horror!
  • Dann ist mir noch die unglaublich Kameraführung aufgefallen, es gibt kein gerades Blid, es ist immer schief, die ganze Zeit verwackelt, auch wenn keiner weg rennt oder ein versäuchter (Zombie) im Anmarsch ist.
  • Dann fiel noch die traumhafte Darstellung von Cillian Murphy und Brendan Gleeson auf, leider nervte Naomie Harris ein wenig, aber das war nicht besonders störend.
  • Danny Boyle, der es schaffte, ganz England unter Quarantäne zu stellen, brachte bis jetzt, glaube ich keinen schlechten Film ins Kino. Trainspotting und 28 Days Later gehören sicher zu den besten.

Survival-Tipps von einer Survival Site

Von der Website: http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?1349-Noch-ein-Filmthread-28-Days-later kommt folgender Kommentar eines Kenners:

  • Mit „Survival“ haben solche Filme eigendlich nicht viel zu tun. Die „Überlebenden“ haben fast immer guten Zugang zu dem was die anderen Leute liegenlassen. Viele logische Löcher machen es auch nicht gerade besser.
  • Ein Mann liegt nach einem Unfall im Koma (Rad gegen Auto, wenn ich mich richtig erinnere). Obwohl er scheinbar so schwer verletzt wurde, um es für nötig zu halten ihn in ein Koma zu versetzten wacht er nach einem knappen Monat auf, und wandert herum…..Und das ohne das er sich mit seinen Ausscheidungen verunreinigt hat (Angepi*** und Vollgeschi***). Auch das er die ganze Zeit keine Infusion mit Flüssigkeit o.Ä erhalten hat, stört niemanden.(Der gute wär nach ein paar Tagen schon “verdurstet”.)
  • Der Vater mit seiner Tochter leben in ihrer Wohnung, haben aber scheinbar kein Wasser und anderes Zeug. Sie müssen sogar auf Regen warten, welcher aber nicht kommt. Hier frag ich mich, warum sie nicht einen Supermarkt aufsuchen, oder beginnen andere Wohnungen zu plündern. Die Infizierten sind ja scheinbar primär nur im dunkeln aktiv (Später im Film rollen sie einige Zeit durch London und treffen erst in einem Tunnel auf den Gegner).
  • Zu der Militäreinheit kann ich nur sagen: Irgendwas machen sie Falsch. Sie haben die Waffen, die Fahrzeuge usw…Wieso zur Hölle “plündern” sie nicht?

Es ist ein netter Horrorfilm (Ich hab den Film sogar auf DVD, zusammen mit einem guten Dutzend anderer “Horror-Zombi-Survival-Filme”) aber nicht mehr.

Was ich in so einer Situation tun würde?

  • Verschanzen und auf den Tag warten,
  • danach mit meiner Machete bewaffnet beginnen, die umliegenden Supermärkte zu Reinigen.
  • Danach die Sicherung des “Lagers” verbessern, und
  • in der zweiten Woche vielleicht an einem “Fluchtfahrzeug” arbeiten. Also einen möglichst geländegängigen LKW umbauen.
  • Oder einfach gefressen werden.

Hängt da wohl von der Tagesform ab.

Martin Büsser, konkret 06/03, S. 50

  • […] Wie fast immer bei solch antizivilisatorischen Visionen ließe sich kritisieren, dass das hier entworfene Menschenbild selbst noch in seiner Kritik dazu neigt, faschistische Strukturen als Mittel des Lustgewinns einzusetzen, doch so viel Deutung wäre fast schon übertrieben bei einem Film, der ganz in seinen Bildern aufgehen möchte, einer Mischung aus verwackelter Low-Fi-Ästhetik und aufwendiger Tricktechnik. Die Bilder nämlich verweigern sich allem Militaristischen und sorgen mit ihrem kargen Blick auf den postindustriellen Trümmerhaufen dafür, dass nicht Action und Gewalt im Mittelpunkt stehen, sondern ein Spiel mit der Vorstellung, was bleiben könnte, wenn vom Kapitalismus nichts mehr übrig ist.

Negative Kritik von cinefacts.de

Siehe http://www.cinefacts.de/kino/7070/28_days_later/userkommentare.html:

  • Im Vorfeld so groß angekündigt als „der neue Zombiefilm“ aber das Ergebnis mag nicht so richtig überzeugen,
    viel Unlogik, billiger Look und der Rest – naja.
  • Es gibt auch schon ein paar Momente die den einen oder anderen überzeugen könnten, was aber unterm Strich bleibt ist relativ schlecht.
  • Lieber zum 100. Male den Originalen Dawn of the Dead schauen, hat man mehr von und Spass macht es auch noch
  • Die Soldaten haben in den ganzen 28 Tagen kein Flugzeug gesehen ?
  • Es gibt in ganz London kein Wasser obwohl es keine Wasserverbraucher mehr gibt?
  • Warum Knüppel nehmen wenn es Schußwaffen auch tun ?
  • Auch die Machart ( Verschwommene unscharfe Bilder, Schlechter Scoreeinsatz, vor allem beim ersten Gang durch London. ) die von vielen begeistert aufgenommen wird empfinde ich nur als störend. (um nicht zu sagen abstoßend). Hätte ich den Film im TV gesehen hätte ich keine 20 Minuten durchgehalten ohne abzuschalten.
  • Die Hauptaussage des Films ist „Hallo“, was ihn unfreiwillig komisch macht.
  • Bereits gleich zu Anfang sticht das rauschige und arg unscharfe bild negativ ins Auge. Details sind nicht erkennen weil unscharf und auch sonst verhindern permanente Nahaufnahmen und eine arg wackelige Kamera ein angenehmes sehen.Hat man sich jedoch erstmal daran gewöhnt kann man sich auch voll und ganz auf die Story fixieren.

Kritik auf filmszene.de

Siehe http://www.filmszene.de/kino/0-9/28later.html

  • Klingt bislang nicht besonders originell? Ist es auch nicht. Und wird es im weiteren Verlauf der Handlung auch nicht mehr. Denn obwohl es hier strenggenommen gar nicht um Zombies geht – die mordlustigen Infizierten in „28 Days Later“ sind weder tot noch kannibalisch veranlagt -,<strong> beschert Danny Boyles neuer Film dem Kenner besagter Romero-Trilogie reichlich Déjà-vu-Erlebnisse.</strong> Motive wie die ausgelassene Plünderung eines verlassenen Supermarktes oder die Gruppe zügelloser Soldaten, die sich letztendlich als größere Bedrohung als die Infizierten entpuppt, wirken doch sehr vertraut, und auch andere Endzeit-Klassiker wie „Der Omega-Mann“ und „12 Monkeys“ lassen gelegentlich grüßen.
  • Bei seiner eher mageren inhaltlichen Originalität setzt sich „28 Days Later“ stilistisch jedoch recht deutlich von seinen großen Vorbildern ab. Die leicht verschwommene Video-Optik, die Boyle und sein Dogma-Film-erfahrener Kameramann Anthony Dod Mantle ihrem Streifen verpasst haben, hinterlässt allerdings einen etwas zwiespältigen Eindruck. Auch wenn dieser spezielle Look der trostlosen Atmosphäre durchaus zuträglich erscheint, wird man den Eindruck nicht los, dass gerade die beeindruckenden Bilder des menschenleeren Londons zu Beginn von der Verwendung traditionellen Filmmaterials noch profitiert hätten. Allerdings wurden gerade diese Szenen durch die weitaus höhere Flexibilität der Digitalkameras erst möglich gemacht, denn so konnten die Aufnahmen, für die der Straßenverkehr nur sehr kurzzeitig gestoppt werden konnte, in den wenigen zur Verfügung stehenden Minuten über die Bühne gebracht werden.
  • Bislang wäre „28 Days Later“ also eine alles andere als neue Geschichte mit etwas streitbarer Umsetzung zu attestieren. Klingt wenig aufregend, doch glücklicherweise funktioniert der Film schlicht und einfach sehr gut und bringt die bekannten Elemente effektiv und spannungsfördernd zum Einsatz. Wo der knallige „Resident Evil“ eher mit Hochglanz-Action und harten Ladies für Vergnügen sorgte, setzt Boyles Film weitaus mehr auf die Endzeit-Stimmung der einschlägigen Vorbilder und wirkt dementsprechend deutlich düsterer, schmutziger und ernsthafter. Die totale Auflösung der bekannten Ordnung mit den daraus resultierenden neuen Freiheiten und Gefahren fasziniert noch immer, und spätestens im packenden Finale trägt dann auch die Unmittelbarkeit der Video-Optik zur fiebrigen Intensität des Geschehens bei. Mit kleiner Ausnahme der etwas zu altklugen Hannah kann die Zeichnung der Hauptfiguren ebenfalls überzeugen, so dass selbst die obligatorische Szene, in der sich ein Sympathieträger mit dem verhängnisvollen Virus infiziert, hier deutlich dramatischer als in den meisten anderen Genre-Beiträgen wirkt.
  • Den festen Platz im Langzeitgedächtnis seiner Fans und Gegner hat das Genre des Zombiefilms natürlich auch wegen seiner oft äußerst zeigefreudigen Gewaltdarstellungen. Die beiden New-School-Beiträge „28 Days Later“ und „Resident Evil“ verzichten hingegen auf wirklich spektakuläre Zergliederungen, obwohl ein etwas höherer Splatter-Anteil Paul Andersons spaßiger Videospiel-Adaption angesichts der wenig zimperlichen Vorlagen eigentlich ganz gut zu Gesicht gestanden hätte. Bei Danny Boyle wirken die gelegentlichen Gewalt-Eruptionen durchaus schockierend, doch blutige Details werden durch das hohe Schnitt-Tempo der entsprechenden Szenen zumeist eher angedeutet als ausgiebig zelebriert. Dem angenehm rauen Gesamteindruck des Films tut dies jedoch keinen Abbruch, zumal die Spannungskurve zum Ende hin auch ohne die Freilegung menschlicher Eingeweide gekonnt in die Höhe getrieben wird.
  • Bezüglich Herrn Boyles Regie-Karriere darf der Daumen nach diesem feinen Horror-Streifen ebenfalls wieder vorsichtig nach oben zeigen. Die Frische und Energie seiner ersten beiden Spielfilme wird hier zwar nicht erreicht, doch da „28 Days Later“ in vielerlei Hinsicht eh wie ein Debüt-Werk wirkt, besteht wieder begründete Hoffnung auf weitere Großtaten. Ganz abgesehen davon ist ein gelungener Beitrag zum Zombie-Genre auch und gerade im Jahr 2003 immer noch ein Anlass zur Freude.
  • Das größte Manko an “28 Days Later” sind seine teils unüberzeugenden Schauspieler. Es fehlt ihnen einfach an Glaubwürdigkeit und das drückt im Verlauf des Film doch erheblich die Atmosphäre. Auch die Charakterentwicklung gestaltet sich sehr abenteuerlich, besonders bei Hauptfigur Jim (Cillian Murphy)erscheint der Sinneswandel sehr extrem.
    Vom Softy-Weichei zum Steven Seagal für Arme? Nein, danke.
  • Fazit: Zombie-Action in gehobener Kategorie. Tolle Atmosphäre und imposante Bilder ohne jeglichen Schnick-Schnack machen „28 Days Later“ zu einem der besten Zombiekracher der letzten Jahre.

Filmsnobs.com: feministischer Standpunkt

Siehe http://www.filmsnobs.com/www/shimes/twenty8dayslater.htm

  • For a view of feminism in 28 Days Later, I give you Miss April Woods, former student of mine and current film student at Hollins University:What Boyle understood and reflected in his film is that a woman’s power doesn’t lie in how much she can lift, how well she can fight, or how many „bad“ guys she can kill: A woman’s strength lies in her ability to persevere and make the best of a situation.Plans are pointless—staying alive’s as good as it gets.“ Selena is the cynic and Jim is the romantic, and even while trying to survive to just „stay alive“ as we humans must, merely living is pointless for us. Selena doesn’t want to feed false dreams, though they do fuck, fall in love, and save part of the world. Essentially, Boyle plays with our expectations of cinema, and thus, our notions of gender roles. The line is shocking because it’s counter-intuitive to what we would expect a woman to say. Ultimately, every movie is about those things, including this movie, but by having Selena say this, somehow he pulled off a bit of surprise and irony. Boyle was able to mask the fact that it all comes down to those simple things by toying with our notions of gender.

Filmanalyse: Thesen zu „28 Tage danach“

  • Tierschützer sind menschenfeindliche Anarchisten
  • Wenn der Kapitalismus, wenn die industrielle Gesellschaft zu Ende geht
  • lösen sich menschliche Verhaltensregeln auf
  • gleitet die Menschheit ins Verderben
  • führt das zur Vernichtung der Menschheit
  • Je endzeitlicher, je bedrohlicher, je verzweifelter die Realität, desto:
  • faschistoider
  • gewaltbereiter
  • gewalttätiger
  • menschenverachtender
  • egoistischer
  • rassistischer

… wird der Mensch:

  • Der Mensch ist des Menschen Wolf
  • Gewalt ist in bestimmten Situationen ein legitimes menschliches Mittel
  • Der Filmtitel hat biblischen Bezug:

1. Mose 1,28:
Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: –
Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.

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